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Porto Valtravaglia - Villetta Panorama: Lago Maggiore - Ostufer - Porto Valtravaglia:

Freistehendes, elegantes 3½-Zimmer-Haus mit ca. 650 m² großem Grundstück, 2 Balkonen und fantastischer Sicht auf den Lago Maggiore. Garage.
Verkaufspreis: € 330.000,- + 3% Vermittlungsprovision.







Das elegante, freistehende Haus "Villetta Panorama" liegt auf Halbhöhenlage, nur wenige Minuten vom Ortzentrum und Strand von Porto Valtravaglia entfernt, in der ruhigen und lieblichen Wohngegend „Buresso“. Die Villetta wurde 2009 komplett renoviert und mit Außenwanddämmung, PVC-Fenster mit Doppel- und Panzerglas, Sanitär- und Elektroanlage usw. ausgestattet. Bei der Renovierung wurden die beiden Ebenen intern miteinander verbunden und die Küche wurde in das ehemalige Schlafzimmer vor dem Wintergarten verlegt, sodass ein angenehmer Essbereich im Wohnzimmer gewonnen wurde. Die Anschlüsse wurden für eine eventuelle Wiederherstellung beibehalten. Hausaufteilung:

 

Untergeschoss (mit ca. 55 m² Wohnfläche):

  • Hobby-/ Mehrzweckraum (kann als Wohn-/ Schlafraum genutzt werden)
  • Bad
  • Abstellraum
  • Garage
  • Ca. 640 m² großes Grundstück

 

Obergeschoss (mit ca. 84 m² Wohnfläche):

  • Wohn-/ Esszimmer mit Ausgang auf den 1. Balkon
  • Wintergarten mit offenem Kamin und Ausgang auf den 1. Balkon
  • Separate Küche
  • Schlafzimmer
  • Studio (Durchgangszimmer) mit Ausgang auf den 2. Balkon
  • Bad mit Badewanne mit Duschmöglichkeit, Bidet und Fenster
  • 2 Balkone mit teilweise fantastischer Sicht auf den See

 

Verkaufspreis: 330.000,- + 3% Vermittlungsprovision

 





Lage: Porto Valtravaglia

Der heute ca. 2.500 Einwohner große Ort Porto Valtravaglia erlangte Mitte des 17. Jahrhunderts zunehmend an Bedeutung durch den Bau einer Webfabrik und vor allem durch die Ansiedelung zweier Glasfabriken, deren Produkte international geschätzt und mit dem weltberühmten böhmischen Glas in einem Atemzug genannt wurden. Da die Schmelzöfen 24 Stunden am Tag brennen mussten und dadurch auch die ganze Nacht gearbeitet wurde, gab man den Einwohnern den Beinamen „mezaràt“, was im Dialekt soviel bedeutet wie Fledermaus und darauf hinweist, dass die Einwohner Porto Valtravaglias nachts genauso aktiv und fleißig wie Fledermäuse waren. In den letzten 60 Jahren entwickelte sich Porto Valtravaglia weg von der Industrie und hin zu Kunsthandwerk und Tourismus.
Die vom milden Klima begünstigte Lage genau zwischen den beiden beliebten und größeren Ortschaften Luino und Laveno wird von immer mehr Menschen geschätzt und erfreulicherweise ist es dem Ort bis heute gelungen, sich seinen ursprünglichen Charme zu bewahren. Von der schönen Uferpromenade aus genießt man einen weiten Blick auf den mittleren und nördlichen See und durch die Schiffsverbindungen in alle Richtungen kann man von hier aus bequem den Lago Maggiore per Boot erforschen. Im hügeligen Hinterland mit seinen vielfältigen Wandermöglichkeiten befinden sich noch einige kleinere intakte Dörfchen mit alten Kirchen und teilweise von ihren neuen Besitzern stilvoll renovierten Häusern.

 
Dario Fo:
Der nicht nur in Italien sehr geschätzte Literaturnobelpreisträger von 1997 ist der wohl berühmteste Sohn von Porto Valtravaglia. Er wurde 1926 in Sangiano (Varese) geboren und lebte durch den Beruf seines Vaters bedingt an vielen Orten des Ostufers am Lago Maggiore, unter anderem auch einige Jahre in Porto Valtravaglia. Der Sohn eines Eisenbahners und einer Bäuerin wurde international berühmt als Schauspieler, Regisseur und Autor polemisch-satirischer Stücke. Nach einigen Jahren als Bühnenbildner und Filmschauspieler gründete er in Mailand zusammen mit seiner Frau Franca Rame 1959 eine eigene, bis heute sehr erfolgreiche Zwei-Personen-Theaterkompanie. Verwurzelt in der volkstümlichen "Commedia dell'Arte" wechselt Dario Fo auf der Bühne zwischen Wort und Pantomime, durchsetzt von häufigen Improvisationseinlagen. Nie hat er sich gescheut, in seinen deftigen Gesellschaftssatiren blasierte italienische Intellektuelle und die Mächtigen des Staates und der katholischen Kirche an den Pranger zu stellen. Viele seiner Stücke wurden deshalb in Italien zensiert, übersetzt und im Ausland aufgeführt. Dass nicht nur er sondern auch sein Leben bizarre Geschichten schreibt, beweist folgende Begebenheit: Rein zufällig fand die Beisetzung seines Vaters im Jahr 1987 am gleichen Tag statt, an dem auch der berühmte zeitgenössische Schriftsteller Piero Chiara in seinem Heimatort Luino beerdigt werden sollte. Der Trauerzug von Dario Fo’s Vater war in vollem Gange, die Musikkapelle spielte und plötzlich schloss sich eine auf der Piazza wartende Menschenmenge dem Sarg des alten Eisenbahners an und begleitete ihn bis zum Friedhof. In der Zwischenzeit aber trafen die sterblichen Überreste Piero Chiaras in Luino ein; nur war kein Mensch mehr da, um ihm die letzte Ehre zu erweisen. Diese wahre Begebenheit hätte auch genauso gut der Fantasie Dario Fo’s entspringen können.