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Porto Valtravaglia - Villa Paradiso: Lago Maggiore - Ostufer - Porto Valtravaglia:

Freistehende Villa in ruhiger und sonniger Halbhöhenlage. Idyllische Parkanlage mit Pool. Großzügiger Außenbereich bestehend aus zwei Balkonen, einer Terrasse, einem Pavillon und einem ca. 2.500 m² großen Grundstück. Grandioser unverbaubarer Seeblick. 2 Garagen.
Verkaufspreis: € 1.150.000,- + 3% Vermittlungsprovision.







Diese freistehende Villa, mit direkter Zufahrt zum Haus, befindet sich am Ende einer Privatstraße in idyllischer und ruhiger Halbhöhenlage in einem Villenviertel nur wenige Gehminuten von der lieblichen Ortschaft Porto Valtravaglia entfernt. Sie liegt in optimaler Sonnenlage und hat einen unverbaubaren, grandiosen Seeblick.
Sie ist eingebettet in eine einzigartige Gartenanlage von circa 2.500 m², die uneinsehbar die Privatsphäre ihrer Bewohner respektiert. Großzügige Sonnenterrassen und Barbecue lassen auch Abende im Freien bis in den Herbst zu. Die Außenanlagen entsprechen dem gehobenen Baustil und fügen sich harmonisch in die Landschaft ein.
Das ganze Haus wurde in den Jahren 2010-2015 vollständig renoviert und besticht somit durch seinen überdurchschnittlichen Gesamtzustand (neue Gasheizung, neue Rohre, neue Heizkörper, Drenagen um das ganze Haus, Alarmanlage, neue Böden und neue Türen). Es besteht aus:
- dem Haupthaus mit 185 m² Wohnfläche, die sich über das Erdgeschoss und den 1. Stock verteilen
- einer im Untergeschoss gelegenen Einliegerwohnung von 70 m² - Heizungs- und Kellerräumen mit weiteren 40 m², ebenfalls im Untergeschoss
- einer 18 m² großen Autogarage im Erdgeschoss
Das untere Stockwerk kann als Einliegerwohnung genutzt werden, man hat von ihr aus einen direkten Blick in den Garten und auf den See.
Das 2.500 m² große parkähnliche Grundstück ist mit mediterranen Pflanzen angelegt, auf dem sich ein Freisitz, ein 2015 erbauter Pool (ca. 8,50 m x 3,50 m) mit einer Kalt-Warm-Außendusche aus Edelstahl, einer neuen technisch ausgeklügelten, beheizbaren Solarzellenanlage samt Schiebe-Abdeckung und einem Gartenhäuschen (für Geräte und die technische Anlage vom Pool) befindet.
Ein handgeschmiedeter Pavillon und ein wunderschöner, überdachter Freisitz mit Seeblick schmücken den Garten und verleihen ihm einen besonderen Reiz, um Anonymität und Ruhe im Freien genießen zu können. In liebevoller Gärtnerarbeit wurden hier mediterrane Zierpflanzen, Obstbäume, Waldbeeren und Kräuter gepflanzt, die zusammen mit einem kleinen Freisitzplatz im Barockstil und Steinbrunnen das Grundstück zu einem kleinen Garten Eden werden lassen. Hausaufteilung:

 

Untergeschoss:

  • Wohnzimmer
  • Küche mit Essbereich
  • Schlafzimmer
  • Badezimmer

 

Erdgeschoss (ca. 50m² Wohnfläche):

  • Ca. 47 m² großes lichtdurchflutetes Wohnzimmer mit elegantem Marmorboden, Pelletofen und Ausgang auf den großen Balkon mit Seesicht
  • Neuwertige, komplett ausgestattete Küche mit einer hochwertigen KS-Gefrierkombi
  • Schlafzimmer
  • Gästebad
  • Süd-West-Balkon mit Markise und sehr schöner Seesicht

 

Obergeschoss:

  • 3 Schlafzimmer mit Ausgang auf den Balkon
  • Bad mit Whirlpoolwanne
  • Große Terrasse
  • Balkon

 

Verkaufspreis: € 1.150.000,- + 3 %Vermittlungsprovision

 





Lage: Porto Valtravaglia

Der heute ca. 2.500 Einwohner große Ort Porto Valtravaglia erlangte Mitte des 17. Jahrhunderts zunehmend an Bedeutung durch den Bau einer Webfabrik und vor allem durch die Ansiedelung zweier Glasfabriken, deren Produkte international geschätzt und mit dem weltberühmten böhmischen Glas in einem Atemzug genannt wurden. Da die Schmelzöfen 24 Stunden am Tag brennen mussten und dadurch auch die ganze Nacht gearbeitet wurde, gab man den Einwohnern den Beinamen „mezaràt“, was im Dialekt soviel bedeutet wie Fledermaus und darauf hinweist, dass die Einwohner Porto Valtravaglias nachts genauso aktiv und fleißig wie Fledermäuse waren. In den letzten 60 Jahren entwickelte sich Porto Valtravaglia weg von der Industrie und hin zu Kunsthandwerk und Tourismus.
Die vom milden Klima begünstigte Lage genau zwischen den beiden beliebten und größeren Ortschaften Luino und Laveno wird von immer mehr Menschen geschätzt und erfreulicherweise ist es dem Ort bis heute gelungen, sich seinen ursprünglichen Charme zu bewahren. Von der schönen Uferpromenade aus genießt man einen weiten Blick auf den mittleren und nördlichen See und durch die Schiffsverbindungen in alle Richtungen kann man von hier aus bequem den Lago Maggiore per Boot erforschen. Im hügeligen Hinterland mit seinen vielfältigen Wandermöglichkeiten befinden sich noch einige kleinere intakte Dörfchen mit alten Kirchen und teilweise von ihren neuen Besitzern stilvoll renovierten Häusern.

 
Dario Fo:
Der nicht nur in Italien sehr geschätzte Literaturnobelpreisträger von 1997 ist der wohl berühmteste Sohn von Porto Valtravaglia. Er wurde 1926 in Sangiano (Varese) geboren und lebte durch den Beruf seines Vaters bedingt an vielen Orten des Ostufers am Lago Maggiore, unter anderem auch einige Jahre in Porto Valtravaglia. Der Sohn eines Eisenbahners und einer Bäuerin wurde international berühmt als Schauspieler, Regisseur und Autor polemisch-satirischer Stücke. Nach einigen Jahren als Bühnenbildner und Filmschauspieler gründete er in Mailand zusammen mit seiner Frau Franca Rame 1959 eine eigene, bis heute sehr erfolgreiche Zwei-Personen-Theaterkompanie. Verwurzelt in der volkstümlichen "Commedia dell'Arte" wechselt Dario Fo auf der Bühne zwischen Wort und Pantomime, durchsetzt von häufigen Improvisationseinlagen. Nie hat er sich gescheut, in seinen deftigen Gesellschaftssatiren blasierte italienische Intellektuelle und die Mächtigen des Staates und der katholischen Kirche an den Pranger zu stellen. Viele seiner Stücke wurden deshalb in Italien zensiert, übersetzt und im Ausland aufgeführt. Dass nicht nur er sondern auch sein Leben bizarre Geschichten schreibt, beweist folgende Begebenheit: Rein zufällig fand die Beisetzung seines Vaters im Jahr 1987 am gleichen Tag statt, an dem auch der berühmte zeitgenössische Schriftsteller Piero Chiara in seinem Heimatort Luino beerdigt werden sollte. Der Trauerzug von Dario Fo’s Vater war in vollem Gange, die Musikkapelle spielte und plötzlich schloss sich eine auf der Piazza wartende Menschenmenge dem Sarg des alten Eisenbahners an und begleitete ihn bis zum Friedhof. In der Zwischenzeit aber trafen die sterblichen Überreste Piero Chiaras in Luino ein; nur war kein Mensch mehr da, um ihm die letzte Ehre zu erweisen. Diese wahre Begebenheit hätte auch genauso gut der Fantasie Dario Fo’s entspringen können.